Netzwerk- und Sozialraumarbeit
I. Netzwerk- und Sozialraumarbeit
Rahmenkonzept
Sozialpädagogische Begleitung
von IntegrationskursteilnehmerInnen
im Alter bis 27 Jahren
Konzeptgrundlagen
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§ 43 Abs. 3 AufenthG (Integrationskurs)
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Integrationskursverordnung (IntV)
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Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP), Programm 18 „Eingliederung junger Menschen mit Migrationshintergrund“
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Grundsätze zur Durchführung und Weiterentwicklung des Programms 18 im Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP) „Eingliederung junger Menschen mit Migrationshintergrund“
Zielgruppe
Alle jungen Neuzuwanderinnen und Neuzuwanderer bis 27 Jahren, die einen Integrationskurs besuchen.
Ziel
Ziel der sozialpädagogischen Begleitung während des Integrationskurses ist es, die jungen Menschen hinsichtlich ihrer Lebensplanung, ihrer Ausbildungs- und Berufsorientierung zu motivieren und zu unterstützen.
Methoden/Arbeitsansätze
I. Individuelle Integrationsbegleitung
Während des Integrationskurses wird der Case Management-Prozess fortgesetzt bzw. bei neuer Kontaktaufnahme mit dem jungen Menschen begonnen.
Die individuelle Beratung umfasst maximal 4 Wochenstunden pro Kurs mit durchschnittlich 20 TeilnehmerInnen und erfolgt entweder im JMD oder im Rahmen der regelmäßig beim Integrationskursträger angebotenen Beratungstermine. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass der Beratungsbedarf und -umfang bei jungen MigrantInnen individuell unterschiedlich ist.
Während der Integrationskurse liegen die Schwerpunkte der sozialpädagogischen Begleitung bei den folgenden Inhalten, soweit diese nicht bereits im Rahmen des Case Management-Prozesses vor dem Integrationskurs bearbeitet wurden:
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Motivation zur Teilnahme am Deutschkurs und Abbruchprävention
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Konfliktberatung und Krisenintervention
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individuelle psychosoziale Unterstützung und Begleitung
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Hilfen bei finanziellen Fragestellungen (finanzielle Absicherung)
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Beratung und Hilfe in alltagspraktischen Fragen
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Berufswegeplanung in Kooperation mit dem Job-Center der Arbeitsagentur
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Organisation von Praktika
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Vorbereitung auf die Zeit nach dem Integrationskurs
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Empfehlung von Anschlussmaßnahmen
II. Gruppenangebote
Die individuelle Beratung kann durch Gruppenangebote ergänzt werden, die den Integrationskurs flankieren. Die Inhalte orientieren sich an Punkt III 1.4 der Grundsätze und können beispielsweise sein:
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Informationen zu Ausbildung und Beruf
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Bewerbungstraining
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Heranführen an Informationstechnologien
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Sprach- und Kommunikationstraining
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Vermittlung sozialer Kompetenz
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Vertiefende Informationsveranstaltungen zu Themen des Unterrichts
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Orientierungshilfen zu alltagspraktischen Fragen
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Orientierungshilfen zu gesellschaftlichen und politischen Themen
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Exkursionen entsprechend der Unterrichtsthemen im regionalen Umfeld
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Informationsveranstaltungen für Eltern
Kooperation mit den Sprachkursträgern:
Der JMD kooperiert mit den Trägern der Integrationskurse und insbesondere den Trägern der Jugendintegrationskurse.
Der JMD und die Integrationskursträger sollen die Kooperation und Aufgabenverteilung vertraglich festlegen, um die Kompetenzen, Rechte und Pflichten der Vertragspartner klar zu definieren.
Ein Vorschlag für eine Kooperationsvereinbarung wird durch die Trägergruppen den JMD zur Verfügung gestellt.
Die MitarbeiterInnen des JMD und die Lehrkräfte der Integrationskursträger tauschen kontinuierlich Informationen bezüglich des Lernfortschritts und der persönlichen Entwicklung der Teilnehmerin/des Teilnehmers aus, insbesondere bei drohendem Kursabbruch. Sie verständigen sich über notwendige Maßnahmen.
Die Trägergruppen der Jugendsozialarbeit stellen durch trägergruppenübergreifende Absprachen sicher, dass die sozialpädagogische Begleitung für die TeilnehmerInnen an den Integrationskursen bedarfsgerecht angeboten werden kann. Sie wirken zusammen mit den RegionalkoordinatorInnen des BAMF und den Integrationskursträgern darauf hin, dass Jugendintegrationskurse wohnortnah zustande kommen.