Integration braucht Unterstützung
NRW-weites Modellprojekt fördert Integration junger Migranten
Köln, 23.11.05 Kooperation zwischen dem buddY E.V. und der Landesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit Nordrhein-Westfalen e.V.
• Ziel: Stärkung der sozialen Handlungskompetenz und Übernahme von Verantwortung von Zuwanderern/Schaffung von Netzwerken zur Integration
• Beide Träger warnen vor negativen Konsequenzen bei desintegrierten Jugendlichen auch in Deutschland
• Die Vodafone Stiftung Deutschland fördert das Modellprojekt Köln/Düsseldorf
Im Rahmen eines NRW-weiten Modellprojekts schult der buddY E.V. in Zusammenarbeit mit der Landesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit Nordrhein-Westfalen e.V. (LAG KJS NRW) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Beratungsstellen für junge Migranten. Diese begleiten und beraten die Jugendlichen im Alter von 16 bis 27 Jahren in den ersten fünf Jahren der Zuwanderung nach Deutschland bei allen persönlichen, beruflichen und sozialen Fragen. Ziel der Begleitung ist eine möglichst schnelle und erfolgreiche Integration zu ermöglichen und den negativen Folgen einer gesellschaftlichen Desintegration vorzubeugen, deren stärkste Ausprägung derzeit in Frankreich zu sehen ist.
Erstmalig soll in diesem Modellprojekt das bewährte System des Buddy-Projektes in der Integrationsbegleitung eingesetzt werden. Ziel ist, die jungen Menschen zu motivieren, durch Übernahme von Verantwortung in der Gruppe positive Handlungsmuster zu fördern, sich gegenseitig zu helfen und Netzwerke mit kompetenten und hilfreichen Mitmenschen aufzubauen. Gleichaltrige und bereits integrierte Personen im Umfeld der Jugendlichen sollen bei diesen Integrationsbemühungen helfen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Jugendliche Probleme besser und schneller lösen, wenn sie diese „auf Augenhöhe“ mit Gleichaltrigen diskutieren können.
Die Unsicherheit junger Migranten wird so ab- undihr Selbstbewusstsein aufgebaut. Damit wollen die beiden Projektträger die Eigenverantwortung fördern und die gesellschaftliche Teilhabe dieser potenziell gefährdeten Gruppe stärken.
Der buddY E.V. und die Landesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit Nordrhein-Westfalen e.V. bekennen sich mit dem Modellprojekt zu der zukunftsweisenden und wichtigen Aufgabe der Integration von Migranten und kritisieren die unzureichenden und verschlechterten Rahmenbedingen der Integration in Deutschland, die im neuen Zuwanderungsgesetz manifestiert wurden. Sie appellieren, die Integrationsbemühungen aus demografischer, sozialer sowie wirtschaftlicher Perspektive zu verstärken.
Die gelungene Einbindung von Migranten, insbesondere junger Zuwanderer, ist eine der Schlüsselaufgaben für die Zukunft unseres Landes! Die LAG KJS NRW hält neben den Jugendmigrationsdiensten seit über 58 Jahren Angebote der Beratung und Integration in den Bereichen Jugendwohnen, Jugendberufshilfe und schulbezogene Jugendsozialarbeit für junge benachteiligte junge Menschen vor.
Das Buddy-Projekt, gefördert durch die Vodafone Stiftung Deutschland, hat in den letzten fünf Jahren mit seinen Konzepten und Praxisprojekten zu Themen wie Soziales Lernen, Verantwortung in der Gesellschaft und Gewaltprävention bundesweit mehr als 180.000 Kinder und Jugendliche und 14.000 Pädagogen erreicht.
Weitere Informationen - zum buddY E.V. gibt es unter www.buddy-ev.de - zur LAG KJS NRW e.V. unter www.jugendsozialarbeit.info
Kontakt: LAG KJS NRW buddy E.V. Franziska Schulz Robert Kekez Tel.: (0221) 27 806 230 (0211) 30 32 91 –12 Email franziska.schulz@jugendsozialarbeit.info
robert.kekez@buddy-ev.de