Zu Gast beim JMDAm dritten Tag starten dann die Hospitationen. Zwei Tage lang stehen Information und Austausch mit den Kolleg/-innen vor Ort auf dem Programm. Vier deutsch-türkische Gruppen machen sich auf den Weg zu Jugendmigrationsdiensten in Essen, Düsseldorf, Bonn und Köln. Die Szene in Essen erinnert an ein orientalisches Kaffeehaus: Zehn Menschen an einem Tisch, sie diskutieren, lachen. Auf dem Tisch Tee und süßes türkisches Gebäck. So oder so ähnlich dürfte es heute auch an den drei weiteren Standorten von JMD aussehen. Bilge Colak berichtet den Besucherinnen, dass der JMD in Essen von einer einzelnen evangelischen Kirchengemeinde getragen wird. "Dies ist eher ungewöhnlich", sagt er, die Jugendmigrationsdienste in evangelischer Trägerschaft würden zumeist von größeren Diakonie-Standorten initiiert und betrieben. |
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Teilhabe ermöglichen!Die Woche ist wie im Flug vergangen. Der Austausch über den eigenen Arbeitsalltag mit all seinen Herausforderungen, Problemen und Besonderheiten soll am letzten Tag noch einmal vertieft werden. Dabei geht es zunächst um eine klare Standortbestimmung. Wie ähnlich sind Zielgruppen und Methoden? Wie gehen Deutsche und Türken an ihre sozialarbeiterischen Aufgaben heran? Die Gruppe denkt dabei nicht nur an die jüngsten Eindrücke in den deutschen Einrichtungen, sondern reflektiert auch noch einmal die Hospitationen in Antalya.Trotz der Unterschiede zwischen Binnen- und zwischenstaatlicher Migration sind die Lebensbedingungen der Zielgruppen sehr ähnlich: sie müssen Zugänge zur Gesellschaft finden und dabei unterstützt werden. So herrscht denn auch Einigkeit darüber, dass sich viele der sozialarbeiterischen Ansätze nicht wesentlich voneinander unterscheiden: |
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Deutsche wie Türkinnen versuchen mit niedrig schwelligen Angeboten und vertrauensbildenden Maßnahmen Kontakt herzustellen und dann umfassend zu beraten. Für die Kontaktaufnahme nutzen die deutschen Kolleginnen und Kollegen vielerorts ansprechende Flyer und Broschüren. "Tolle Sachen habe ich da gesehen - das nehme ich auf jeden Fall als Anregung mit nach Hause!", schwärmt eine türkische Kollegin. |
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Text und Bilder: Verena Münsberg (IJAB, Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.) und Yorck C. Weber (Servicebüro Jugendmigrationsdienste)gefördert durch: |
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